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Christoph Bencic

Geiger und Mathematiker

Es ist eine dieser häufig anzutreffenden Doppelbegabungen: Mathematiker und Musiker. Viele entscheiden sich für das eine oder das andere – Christoph Bencic, geboren 1982, hat seine Begabungen unter einen Hut gebracht. Er hat Lehramt für Musik und Mathematik studiert, begann bereits mit 5 Jahren mit dem Geigenspiel, lernte bei Monika Fuchs, kam mit 12 Jahren als Jungstudent ans Richard-Strauß-Konservatorium, war mit 16 Jahren bereits erster Geiger im Münchner Jugendorchester. Aber damit nicht genug: Er studierte auch noch Klavier, Gesang, Dirigat, Chorleitung und Musikgeschichte. Heute unterrichtet er seine beiden Fächer am Lehrinstitut Bencic und ist aus der Musikszene des Landkreises Miesbach nicht wegzudenken. Er spielt in verschiedensten Arrangements, bringt verschiedenste Stilrichtungen zu Gehör und liebt besonders den Jazz und die freie Improvisation. Und seine Frau, seinen kleinen Sohn und den Fußball.

Herr Bencic, wie sind Sie zur Musik gekommen? Seit wann machen Sie Musik?

Da meine Eltern große Musikliebhaber sind und selbst Musik machen, durfte ich schon als Kleinkind viele Konzerte und musikalische Veranstaltungen besuchen. Bei einem Konzert der Münchner Philharmoniker beeindruckte mich der Konzertmeister des Orchesters. Kurze Zeit darauf – ich war fast fünf Jahre alt- fragte ich meine Eltern, ob ich Violine lernen darf.

Was ist das Besondere, in Valley zu musizieren?

Heimvorteil zu haben. Alle meine Bekannten und Nachbarn unterstützen mich sehr.

Wer oder was beeinflusst Ihre Musik?

Jede Person und jedes Konzert –sprich jede Form musikalischer Begegnung- beeinflusst und inspiriert mich. Das beginnt bei meiner musikalischen Früherziehung in Feldkirchen-Westerham geht weiter über die Musiklehrer am Gymnasium, die Geigenlehrer während der Schulzeit und dann im Studium, bis hin zu allen musikalischen Formationen meiner bisherigen Laufbahn.

Welche Art von Besuchern kommt zu Ihren Auftritten?

Da ich sehr viele Stilrichtungen –Hip Hop, Irisch Folk, Niveauvolle Unterhaltungsmusik, Country Music, Jazz, Kirchenmusik- verfolge, habe ich bei meinen Auftritten auch alle Arten von Zuhörern.

Kommen Sie gebürtig aus Valley und Umgebung?

Gebürtig in München. Allerdings bin ich mit zwei Monaten nach Sonderdilching –next by Valley- gezogen und dort aufgewachsen.

Haben Sie eine Idee, warum Valley so reich an Kunst und Kultur ist?

Die Ruhe und die Natur –inklusive Mangfall- geben jedem Künstler Inspiration und Kraft.

Spiegelt sich Ihre Herkunft in Ihrer Musik wieder?

Ja. Unbedingt. Mein Geigenspiel kennzeichnet sich durch gute Intonation, klare Struktur beim Improvisieren und einer bodenständigen Technik mit sehr kraftvollem Ton.

Typische Valleyer Musik – was verstehen Sie darunter?

Ehrliche Musiker, die keine Show zum Überzeugen benötigen.

Venezuela, Nepal, Las Vegas – einige Valleyer Musiker kommen ganz schön rum in der Welt! Wie ist es, so weit weg von der Heimat zu spielen?

Da ich seit 16 Jahren Unterhaltungsmusik im Hofbräuhaus München mache, hört mich die ganze Welt, obwohl ich in der Heimat musiziere.

Text: Anja Gild

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