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Christiane Ahlhelm
Schauspielerin
Anderlmühle 12
D-83626 Valley
Tel: 0049-8024-4578
ahlhelm(ät)yahoo.de

Schauspielerin Christiane Ahlhelm

„Ich sehe mich als Handwerkerin“

Im Anderlmühler Tal wohnt die künstlerisch rundum begabte Familie Ahlhelm. Passend dazu das romantisch-verwunschene kleine Wohnhaus mit viel Auslauf zum kreativen Tun und Denken. Christiane Ahlhelm ist Mutter von zwei Kindern und Frau des Bildhauers TOBEL. Ihr Sohn Emil hat mit seinem Filmclub letztes Jahr den Bayerischen Jugendfilmpreis für einen Kultur-Dokumentarfilm erhalten. Natürlich gedreht im eigenen Garten. In ihrer Küche aus den 1970er Jahren, zusammengestellt aus Fundstücken vom Flohmarkt, erzählt sie über das Leben in Valley und ihren Beruf als Schauspielerin und Gründerin des Theaters KUNSTDÜNGER.

 

Frau Ahlhelm, was ist das Besondere an Ihrer Schauspielkunst?
Wir vertrauen der Intuition unserer jungen Zuschauer, Situationen und Bilder zu erfassen und sich innere Welten zu eröffnen. Ohne sichere Regeln aufzustellen, werden Einblicke eröffnet, die Dank der Subjektivität jedes Zuschauers, der Vielfalt des Verstehens einen Reichtum an Weltbildern ergeben.
Unsere Stücke entstehen nicht klassisch mit einer Textvorlage, sondern es gibt ein Thema oder auch ein Objekt, das mich begeistert und ersteinmal eine Weile umtreibt. Dann frage ich Kollegen und wir beginnen gemeinsam die Reise zur Aufführung. Dabei lassen wir uns Zeit, denn ein jedes Stilmittel wie z.B. Schatten oder Zauberei müssen erst erlernt werden, um dann „virtuos“ eingesetzt werden zu können. Es ist mir ein Anliegen das unsere Stücke vielschichtig sind, für Erwachsene und Kinder zu einem Theatererlebnis werden

Frau Ahlhelm, Wo würden Sie Ihre Kunst am liebsten sehen?
Theater KUNSTDÜNGER ist als professionelles Theater mobil im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs. Spielorte sind Theater, Bürgerhäuser, Schulen und Kindergärten sowie Festivals und mehr. So würde ich unser Theater gerne weiterhin in ganz Deutschland sehen. Ganz aktuell sind wir 2015 nach Süd Korea auf ein internationales festival eingeladen, allerdings spielen wir dann auf englisch.

Was ist die Schauspielerei für Sie?
Ich sehe mich in meinem Beruf als Schauspielerin wie eine Handwerkerin. Wir hatten in der Schauspielschule viel Akrobatik und Tanz. Das, was aus dem Bauch heraus kommt, die vielen tollen Ideen, kann erst durch das Handwerk gut umgesetzt werden. Dann kann man es am Ende als Theater oder Kunst verkaufen.

Was ist das Besondere daran, in Valley zu arbeiten?
Unsere Premieren, ja „Welturaufführungen“ finden fast immer im Sudhaus statt. Das ist für die Schauspielerei ein besonders schöner Ort. Die Brauerei ist sehr großzügig und wird nicht zu sehr kommerziell genutzt. Es gibt auch ein Klassenzimmer in einem 60er-Jahre-Bau, der für Proben von mir von den Ortsmitgliedern verwendet werden darf.
Ein ganz besonderes Highlight sind die Valleyer Kulturtage. Profis ,Halbprofis und Amateure kommen hier zusammen – das bereitet mir großen Spaß.

Was bedeutet Valley für Sie?
Valley und besonders die Mangfall ist ein herrlicher Ort zum Leben, zumal die Münchner Theaterlandschaft auch nicht weit ist! Man ist extrem in der Natur, hat aber trotzdem die Nähe zu München und kann in die Kammerspiele gehen oder andere Orte schnell besuchen.

Woher kommt die Kreativität in Valley?
Ich glaube, das liegt daran, dass es hier wahnsinnig schön ist und trotzdem nah an der Stadt. Mein Mann, der Tobel, ist Bildhauer und kann zum Beispiel Lärm machen, ohne dass es jemanden stört. Die freien, großen Flächen schaffen Raum und fördern die Kreativität.

Text: Daniela-Lieselotte Martin und Viktoria Specht

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